Dynamische Kopforthese STAR-band

Damit der Kopf wieder rund wird …

Sanftes Versorgungskonzept behandelt erfolgreich Asymmetrien des Babykopfes

Der Schock sitzt oft tief, wenn Eltern entdecken, dass der Kopf ihres Babys asymmetrisch wächst. Eine Stelle am Hinterkopf ist flacher, und auch das Gesicht scheint verschoben zu sein. In der Medizin ist dieses Problem bekannt: Plagiocephalus heißt eine solche Verformung des Babykopfes. Eine Seite einschließlich des Ohres wird dabei nach vorn verschoben.

Äußere Faktoren verantwortlich
Meist sind diese Verformungen lagebedingt, werden also durch äußere Faktoren hervorgerufen. Meist ist eine einseitige Schlafposition des Kindes die Ursache, wie etwa ständige Rückenlage. Doch auch bereits während der Schwangerschaft kann eine solche Fehlbildung entstehen, etwa durch eine Lageasymmetrie in der Gebärmutter. Viele weiteren Faktoren begünstigen die Asymmetrie wie Tragevorrichtungen und Autokindersitze. Durch sie bleibt das Kind länger in der ungünstigen Körperlage.

Gute Erfolgsaussichten
Der Schädelknochen eines Säuglings ist noch weich und formbar. Daher wird der behandelnde Arzt vermutlich zuerst eine Lagerungstherapie empfehlen. Sie wirkt der einseitigen Belastung des Kopfes entgegen. Des Weiteren sollte der Säugling Wachphasen in Bauchlage verbringen. Ändert sich die Schädelasymmetrie trotzdem nicht deutlich bis zum sechsten Lebensmonat, sollte die Fehlbildung mit einer dynamischen Kopforthese korrigiert werden.

Sinnvolle Therapie: Kopforthesen
Eine Kopforthese sieht aus wie ein Helm, ist jedoch millimetergenau an den Kopf des Babys angepasst. Physiotherapeut und Orthopädietechniker Benedikt Preisler aus Egelsbach hat jahrelange Erfahrung mit solchen Fällen. Er erklärt das Prinzip: „Dieser Helm liegt innen an der normal geformten Seite des Kopfes an. An der abgeflachten Stelle hingegen bietet er dem Kopf Raum, in diese Richtung weiter zu wachsen.“ Dabei wird kein Druck auf den Schädel ausgeübt, sondern lediglich das Wachstum in die gewünschte Richtung geführt.

Der Helm basiert er auf der individuellen Kopfform des Babys. Sie wurde früher durch einen Gipsabdruck erfasst. Dieses Verfahren wird zum Teil auch heute noch verwendet. Es ist jedoch sehr zeitaufwendig und bedeutet für das Kind – und die Eltern – immensen Stress. Ein solcher Abdruck ist auch nicht immer 100-prozentig fehlerlos: Er kann sich beim Entfernen, Trocknen und Transportieren verformen.

Schnelle und exakte Daten per Scanner
In einigen hochspezialisierten Betrieben der Orthopädietechnik (Sanitätshaus) wird die Kopfform mit dem STAR-scanner, einem speziellen Scanner, erfasst. Dieser Scanner kombinieren ungefährliche Low Intensity Laser (vergleichbar mit jenen an der Supermarktkasse) mit Kameras, die die Kopfform des Babys aufzeichnen. Der Scan dauert nur knapp zwei Sekunden – danach stehen alle notwendigen Daten im Computer bereit. Diese Daten steuern anschließend auch die Computergestützte Fertigung der Dynamischen Koforthese STAR-band, damit die Orthese perfekt sitzt.

„Kinder gewöhnen sich erfahrungsgemäß sehr schnell an die Kopforthese, die sie dann 23 Stunden täglich tragen müssen“, sagt Preisler. Die Behandlung dauert in der Regel zwischen drei und fünf Monaten.

Ständige Anpassung notwendig
Damit der Helm nicht drückt, wenn der Kopf ein Stück gewachsen ist und damit der Schädel weiter in die gewünschte Richtung weiter wächst muss der Helm regelmäßig von speziell geschulten Technikern nachgeschliffen werden. „Damit folgt die Therapie immer exakt dem individuellen Fortschritt“, so Preisler.

Kooperationspartner der Firma Pro Walk GmbH
Durch spezielle Schulungen wurde das Sanitätshaus Gebauer zum Kooperationspartner der Firma Pro Walk ernannt und kann betroffenen Kindern dadurch die nötige Hilfe zukommen lassen.

Bei Interesse für eine eingehendere Beratung kontaktieren Sie gern unsere Geschäftsstelle in Oldenburg und vereinbaren Sie einen Termin.
(Kontaktdaten Oldenburg)

Kind im STAR-Scanner

Vor und nach der Behandlung

Computersimulation